Ältere Person schaut auf die Akkuanzeige eines Smartphones. KI-generiertes Bild
Viele Menschen kennen das Problem: Morgens ist der Akku voll, am Nachmittag ist er schon fast leer. Das bedeutet nicht automatisch, dass Ihr Smartphone kaputt ist. Oft verbrauchen nur bestimmte Einstellungen oder Apps besonders viel Energie.

In diesem Ratgeber zeige ich Ihnen einfache Möglichkeiten, wie Sie den Akku schonen und länger ohne Ladekabel auskommen.

Warum wird der Akku so schnell leer?

Ein Smartphone verbraucht ständig Energie. Auch wenn es nur auf dem Tisch liegt, laufen im Hintergrund kleine Aufgaben: Empfang prüfen, Nachrichten abrufen, Uhrzeit anzeigen, Apps aktualisieren.

Frau Berger aus Köln hat sich lange gewundert, warum ihr Handy schon am frühen Nachmittag nur noch 20 Prozent Akku anzeigte, obwohl sie kaum telefonierte. Bei ihr lag es an der hohen Bildschirmhelligkeit und an einer Wetter-App, die alle zehn Minuten neue Daten abrief. Solche kleinen Ursachen summieren sich im Laufe eines Tages.

  • Bildschirm ist oft der größte Verbraucher.
  • Mobile Daten verbrauchen mehr Strom als WLAN.
  • Viele Apps laufen im Hintergrund.
  • Standortdienste können Energie kosten.
  • Ein alter Akku hält kürzer.
Gut zu wissen: Ein schneller leerer Akku bedeutet nicht immer, dass das Smartphone defekt ist.

Die größten Akku-Verbraucher erkennen

Die meisten Smartphones zeigen an, welche Apps besonders viel Akku verbrauchen. Diese Übersicht lohnt sich, bevor Sie irgendetwas ändern, denn oft ist es nur eine einzige App, die den Akku belastet.

🤖 Bei Android

So finden Sie die Übersicht:

Einstellungen → Akku → Akkuverbrauch
🍏 Beim iPhone

So finden Sie die Übersicht:

Einstellungen → Batterie

Dort sehen Sie, welche Apps in den letzten Stunden oder Tagen besonders viel Energie genutzt haben. Manchmal ist die Erklärung ganz einfach: Wer stundenlang Videos schaut oder navigiert, wird immer mehr Akku verbrauchen als jemand, der nur gelegentlich eine Nachricht schreibt.

Hinweis: Sie müssen dort nichts löschen. Es reicht zunächst, die Anzeige anzuschauen.

Bildschirmhelligkeit reduzieren

Der Bildschirm verbraucht sehr viel Energie - hier lohnt sich der einfachste Sofort-Tipp. Besonders bei sehr hell eingestelltem Display sinkt der Akkustand spürbar schneller, vor allem draußen in der Sonne, wo viele Menschen die Helligkeit ganz automatisch weiter hochdrehen.

🤖 Bei Android

Vom oberen Bildschirmrand nach unten wischen → Helligkeitsregler nach links schieben

🍏 Beim iPhone

Kontrollzentrum öffnen → Helligkeitsregler etwas nach unten schieben

Praxis-Tipp: Nicht zu dunkel einstellen. Die Schrift soll weiterhin gut lesbar bleiben.
Merksatz: So hell wie nötig, aber nicht heller.

Energiesparmodus einschalten

Der Energiesparmodus reduziert im Hintergrund einige Funktionen und hilft, Akku zu sparen. Herr Wagner nutzt ihn zum Beispiel immer dann, wenn er zu einem längeren Arzttermin fährt und weiß, dass er das Handy erst am Abend wieder laden kann.

🤖 Bei Android
Einstellungen → Akku → Energiesparmodus
🍏 Beim iPhone
Einstellungen → Batterie → Stromsparmodus

Wann nutzen?

Wenn der Akku unter 30 % fällt
Wenn Sie unterwegs sind
Wenn Sie wissen, dass Sie längere Zeit keine Steckdose haben
Tipp: Der Energiesparmodus macht Ihr Smartphone nicht kaputt. Er hilft nur, Strom zu sparen.

WLAN statt mobile Daten nutzen

Zu Hause ist WLAN meist besser als mobile Daten. Es spart Datenvolumen und kann den Akku schonen, weil das Smartphone weniger stark nach Empfang suchen muss.

Empfehlung: Zu Hause WLAN einschalten und mit dem eigenen Netzwerk verbinden.

Mehr dazu in diesen Ratgebern: WLAN-Passwort finden, WLAN sicher nutzen und Datenvolumen erklärt.

Hinweis: Unterwegs ist WLAN nicht immer sinnvoll. Öffentliche WLAN-Netze sollten vorsichtig genutzt werden.

Bluetooth und Standort ausschalten, wenn nicht gebraucht

Bluetooth: Nur nötig für Kopfhörer, Auto, Lautsprecher oder Smartwatch.

Standort: Nützlich für Karten, Wetter, Navigation und Notfallfunktionen.

Empfehlung: Nicht alles dauerhaft ausschalten, sondern bewusst nutzen.

Wenn Sie Bluetooth gerade nicht brauchen, können Sie es ausschalten. Standortdienste sollten Sie bei einzelnen Apps prüfen, statt sie pauschal zu deaktivieren, weil manche Funktionen wie die Notfall-Ortung darauf angewiesen sind.

Apps im Hintergrund prüfen

Manche Apps arbeiten weiter, auch wenn Sie sie gerade nicht geöffnet haben. Sie prüfen Nachrichten, laden Inhalte oder senden Hinweise. Das ist bei manchen Apps sinnvoll und bei anderen völlig unnötig.

🤖 Bei Android
Einstellungen → Apps → App auswählen → Akku
🍏 Beim iPhone
Einstellungen → Allgemein → Hintergrundaktualisierung
Empfehlung: Apps, die Sie selten nutzen, können weniger im Hintergrund arbeiten.
Warnung

Bei wichtigen Apps wie WhatsApp, Telefon, Kalender oder Banking nicht vorschnell alles ausschalten.

Benachrichtigungen reduzieren

Jede Benachrichtigung kann Bildschirm, Ton oder Vibration auslösen. Das verbraucht Energie und stört oft zusätzlich, besonders wenn mehrere Apps gleichzeitig Meldungen schicken.

Beispiele für unnötige Benachrichtigungen:

  • Spiele
  • Shopping-Apps
  • Wetterwarnungen, wenn sie doppelt kommen
  • Nachrichten-Apps mit sehr vielen Meldungen
Empfehlung: Nur wichtige Apps dürfen Benachrichtigungen senden.

Weniger Benachrichtigungen bedeuten nicht nur längere Akkulaufzeit, sondern auch mehr Ruhe im Alltag.

Akku richtig laden

  • Sie müssen den Akku nicht immer komplett leer werden lassen.
  • Häufiges kurzes Nachladen ist in Ordnung.
  • Extreme Hitze schadet dem Akku.
  • Das Smartphone sollte nicht dauerhaft in praller Sonne liegen.
  • Original- oder geprüfte Ladegeräte verwenden.
Seniorengerechter Tipp: Laden Sie das Smartphone am besten an einem festen Platz, zum Beispiel auf dem Nachttisch oder in der Küche.
Hinweis

Nicht unter Kissen, Decken oder in sehr warmer Umgebung laden.

Wichtig vor dem Kauf: Smartphone-Zubehör passt nicht immer zu jedem Gerät. Ein iPhone kann einen anderen Anschluss haben als ein Samsung-Smartphone. Auch Ladegeräte, Powerbanks und Ladestationen unterscheiden sich je nach Modell. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf immer den Anschluss und das genaue Smartphone-Modell. Im Zweifel fragen Sie eine vertraute Person oder schauen Sie in die Gerätebeschreibung.

🔍 Vor dem Kauf prüfen: Passt das Zubehör zu meinem Smartphone?

  • Welche Marke habe ich? Samsung, Apple, Xiaomi, Motorola, Doro, Emporia?
  • Welches genaue Modell habe ich?
  • Welchen Ladeanschluss hat mein Gerät?
  • Brauche ich USB-C, Lightning oder Micro-USB?
  • Ist mein Smartphone mit kabellosem Laden kompatibel?
  • Ist eine Hülle bereits am Gerät, die eine Ladestation behindern könnte?
Noch ein Tipp: Kaufen Sie Zubehör nicht nur nach dem Bild. Achten Sie immer auf Begriffe wie USB-C, Lightning, Micro-USB oder auf den Namen Ihres Smartphone-Modells.
🔌 Ladekabel
Praktisch: Ein längeres Ladekabel
Ein längeres Ladekabel kann im Alltag sehr hilfreich sein, zum Beispiel am Sofa, am Nachttisch oder am Küchentisch. So muss das Smartphone nicht immer direkt neben der Steckdose liegen. Wichtig: Achten Sie beim Kauf genau darauf, ob Ihr Smartphone einen USB-C- oder einen Lightning-Anschluss hat - diese Kabel sind nicht austauschbar.
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🔋 Netzteil
Bei alten oder defekten Geräten: Ein sicheres Ladegerät
Lädt Ihr Smartphone sehr langsam oder gar nicht mehr richtig, kann ein neues Netzteil helfen. Wichtig: Nicht jedes Netzteil passt zu jedem Kabel. Ein USB-C-Kabel benötigt meist ein anderes Netzteil als ein älteres USB-A-Kabel - prüfen Sie vor dem Kauf, welcher Typ zu Ihrem vorhandenen Kabel passt.
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🏠 Ladestation
Optionaler Komfort-Tipp: Eine Ladestation für Zuhause
Wer es noch etwas bequemer mag, kann dem Smartphone mit einer kleinen Ladestation einen festen Platz geben. So liegt es nicht irgendwo herum und wird regelmäßiger geladen. Das ist kein Muss, sondern ein netter Zusatz für mehr Ordnung im Alltag - prüfen Sie auch hier, ob eine vorhandene Hülle das Aufladen behindern könnte.
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Wenn der Akku trotzdem schnell leer ist

Mögliche Gründe:

Smartphone ist schon mehrere Jahre alt
Akku ist verschlissen
Sehr viele Apps installiert
Schlechter Mobilfunkempfang
Defektes Ladekabel
Hintergrund-App verbraucht viel Energie

Was tun?

  • 1
    Smartphone neu starten.
  • 2
    Akkuverbrauch prüfen.
  • 3
    Unnötige Apps entfernen.
  • 4
    Ladekabel testen, am besten mit einem zweiten Kabel, um einen Defekt sicher auszuschließen.
  • 5
    Fachhändler oder Angehörige fragen.
Hinweis: Ein neuer Akku oder ein neues Gerät kann bei sehr alten Smartphones sinnvoll sein.
🔋 Powerbank
Für unterwegs: Eine kleine Powerbank
Eine Powerbank ist ein tragbarer Zusatzakku. Damit können Sie Ihr Smartphone unterwegs aufladen, wenn keine Steckdose in der Nähe ist. Das ist besonders praktisch auf Reisen, bei Ausflügen oder längeren Arztterminen. Wichtig: Achten Sie darauf, dass die Powerbank mit Ihrem Smartphone verbunden werden kann - häufig benötigen Sie zusätzlich ein passendes Kabel.
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Häufige Fragen

Nein. Moderne Smartphones müssen nicht vollständig entladen werden. Es ist besser, den Akku regelmäßig nachzuladen.
In der Regel ist das kein Problem. Wichtig ist, dass das Gerät nicht unter Kissen, Decken oder in großer Hitze liegt.
Ja. Der Energiesparmodus reduziert einige Hintergrundfunktionen und kann helfen, länger ohne Laden auszukommen.
Mögliche Gründe sind Hintergrund-Apps, schlechter Empfang, ein alter Akku oder eine sehr hohe Bildschirmhelligkeit.
Nicht unbedingt. Wenn Sie Bluetooth nicht nutzen, können Sie es ausschalten. Wenn Sie Hörgeräte, Kopfhörer oder Ihr Auto damit verbinden, lassen Sie es eingeschaltet.
Wenn das Smartphone sehr schnell leer wird, sich plötzlich ausschaltet oder nur noch wenige Stunden hält, kann ein neuer Akku oder ein neues Gerät sinnvoll sein.

Mit kleinen Einstellungen länger ohne Laden auskommen

Akku sparen am Smartphone ist oft einfacher, als man denkt. Schon kleine Änderungen helfen: Bildschirm etwas dunkler stellen, Energiesparmodus nutzen, unnötige Benachrichtigungen reduzieren und WLAN verwenden.

So bleibt Ihr Smartphone länger einsatzbereit - ohne dass Sie wichtige Funktionen verlieren.

FD
Friedhelm Deussner Autor & Gründer, Digital ab 60

Ich helfe Menschen ab 60, sicher und selbstständig mit digitalen Geräten umzugehen – verständlich, praxisnah und ohne Fachchinesisch.