WLAN auf dem Smartphone einrichten - Digital ab 60 KI-generiertes Bild
Wer über das Smartphone Bilder an die Familie schickt oder die Bank-App öffnet, greift dafür meist auf das heimische Netzwerk zurück. Die erstmalige Einrichtung dieser Verbindung schreckt viele Anfänger ab, weil das Menü des Telefons oft sehr technisch wirkt. Der Vorgang verlangt in der Realität jedoch nur wenige, leicht verständliche Handgriffe.

Das verbirgt sich hinter der Technik

Der Begriff WLAN beschreibt schlichtweg ein drahtloses lokales Netzwerk. In der Praxis bedeutet das: Ein kleines Gerät in Ihrem Flur oder Wohnzimmer funkt das Internetsignal an Ihr Telefon. Dieses Gerät nennt sich Router.

Sie benötigen für den Datenaustausch also kein physisches Kabel mehr. Sobald Ihr Telekommunikationsanbieter die Leitung im Haus freigeschaltet hat, übernimmt der Router die Verteilung des Signals an sämtliche Bildschirme in Reichweite.

Funknetzwerke finden sich heute fast überall
Im eigenen Haus
Im Hotelzimmer
In vielen Cafés
An Bahnhöfen

Die praktischen Vorteile für den Alltag

Ihr Handy verfügt zwar über eine eigene Mobilfunkkarte, aber die Nutzung des festen Hausanschlusses bringt entscheidende Erleichterungen mit sich. Besonders bei Aufgaben, die das Telefon im Hintergrund erledigt, spielt die drahtlose Verbindung ihre Stärken aus.

Datenvolumen schonen Das Laden von großen Videodateien belastet im WLAN nicht länger das vertragliche Datenlimit Ihres Mobilfunktarifs.
Höhere Geschwindigkeit Die feste Leitung im Haus arbeitet oft spürbar flüssiger als das Handynetz, was besonders beim Ansehen von Filmen hilft.
Geringerer Stromverbrauch Das Telefon benötigt bei einer konstanten Funkverbindung im Zimmer weniger Energie. Der Akku hält dadurch länger durch.
Reibungslose Updates Viele Programme auf Ihrem Gerät aktualisieren sich aus Sicherheitsgründen nur, wenn eine stabile WLAN-Verbindung besteht.
Lassen Sie die Funktion am besten dauerhaft eingeschaltet. Das Gerät wechselt dann vollkommen automatisch in Ihr Hausnetz, sobald Sie zur Haustür hereinkommen.

Die Kopplung am Bildschirm durchführen

Der Weg in das Menü unterscheidet sich leicht, je nachdem, von welchem Hersteller Ihr Telefon stammt. Wählen Sie hier die Anleitung, die zu Ihrem Modell passt:

  • 1
    Das Menü suchenSuchen Sie auf der Startseite nach einem Symbol, das wie ein kleines Zahnrad aussieht. Tippen Sie kurz darauf.
  • 2
    Den Bereich auswählenNavigieren Sie nun zu dem Begriff "Verbindungen" oder direkt zum Eintrag "WLAN". Die genaue Bezeichnung variiert leicht nach Hersteller.
  • 3
    Die Suche startenSchieben Sie den Schalter am oberen Rand nach rechts. Das Gerät durchsucht jetzt die nähere Umgebung nach Funknetzen.
  • 4
    Das eigene Netz antippenAuf dem Bildschirm taucht eine Liste auf. Suchen Sie nach dem Namen Ihres heimischen Routers und tippen Sie den Eintrag an.
  • 5
    Das Kennwort eintragenGeben Sie die geheime Zeichenfolge über die Tastatur ein und bestätigen Sie den Vorgang mit einem Tippen auf "Verbinden".
  • 1
    Die Einstellungen öffnenTippen Sie auf das graue Zahnrad, das Sie auf dem Startbildschirm Ihres Geräts finden.
  • 2
    Den Bereich ansteuernRelativ weit oben in der Liste finden Sie den Eintrag "WLAN". Tippen Sie darauf.
  • 3
    Die Funktion einschaltenAktivieren Sie den Schiebeschalter am rechten Rand. Er färbt sich daraufhin grün und sucht nach Sendern.
  • 4
    Das Gerät auswählenIn der Liste darunter erscheint nun Ihr heimisches Netz. Wählen Sie es durch ein kurzes Antippen aus.
  • 5
    Die Daten bestätigenTragen Sie das Kennwort sorgfältig ein. Drücken Sie anschließend oben rechts auf den blauen Verbinden-Knopf.
Wichtig für die Zukunft
  • Ihr Smartphone merkt sich das Passwort dauerhaft.
  • Sie müssen diese Einrichtung in Ihrem Haus nie wieder wiederholen.
  • Das Gleiche gilt für gespeicherte Zugänge bei Ihren Kindern oder Bekannten.

Das Signal in großen Wohnungen verstärken

Das Funksignal reicht oft nicht durch dicke Wände bis ins Schlafzimmer. Ein kleiner Verstärker für die Steckdose nimmt das Signal auf halbem Weg auf und leitet es weiter.

  • Sie stecken das Gerät einfach in eine freie Steckdose.
  • Das bestehende Passwort bleibt unverändert gültig.
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Die Suche nach der geheimen Buchstabenfolge

Wer das Passwort lange nicht mehr gebraucht hat, steht oft vor einem Rätsel. Die Kombination liegt jedoch meist direkt in Griffweite. Prüfen Sie am besten diese drei Orte:

Auf dem Gehäuse
Die notwendige Buchstabenkombination klebt in den allermeisten Fällen auf der Rückseite des Routers. Suchen Sie nach Begriffen wie "WLAN-Schlüssel" oder "Network Key".
In den Akten
Manchmal verstecken sich die Daten auch in den ersten Briefen Ihres Internetanbieters. Schauen Sie in die Mappe, in der Sie die Vertragsunterlagen abheften.
Am großen Bildschirm
Falls Ihr normaler Computer bereits gekoppelt ist, lässt sich das Kennwort in den Netzwerkeinstellungen von Windows anzeigen.

Die häufigsten Hürden im Alltag

Wenn die Verbindung scheitert, liegt das in der Regel an kleinen Details. Prüfen Sie bei Schwierigkeiten die folgenden Lösungsansätze:

Das Problem
Der eigene Router taucht nicht in der Liste auf.

Der Lösungsansatz
Kontrollieren Sie, ob der kleine Kasten im Flur überhaupt leuchtet. Manchmal hilft es auch, sich mit dem Telefon näher an das Gerät zu stellen und die WLAN-Funktion auf dem Handy kurz aus- und wieder einzuschalten.
Das Problem
Das Telefon meldet ein falsches Kennwort.

Der Lösungsansatz
Oft schleichen sich beim Abtippen unbemerkt Zahlendreher ein. Die Systeme unterscheiden zudem penibel zwischen großen und kleinen Buchstaben. Tippen Sie auf das kleine Augen-Symbol im Eingabefeld, um die verborgenen Zeichen lesbar zu machen.
Das Problem
Die Verbindung steht, aber es fließen keine Daten.

Der Lösungsansatz
Trennen Sie Ihren Router für eine knappe Minute vom Stromnetz. Stecken Sie das Kabel anschließend wieder ein und geben Sie dem Gerät etwas Zeit für den Neustart. Solche Unterbrechungen beheben verklemmte Datenströme oft zuverlässig.

Ein aufgeräumtes Telefon für den Ruhestand

Aktuelle Geräte koppeln sich spürbar schneller mit Netzwerken als stark veraltete Modelle. Wer den Menü-Dschungel meiden möchte, greift am besten zu einem speziell angepassten Apparat.

  • Die Symbole fallen deutlich größer aus.
  • Verwirrende technische Begriffe werden vermieden.
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Fremde Zugänge am Bahnhof oder im Café

Kostenfreie Zugänge locken unterwegs mit schnellem Internet ohne Belastung des Vertrages. Diese offenen Netze übertragen die Daten jedoch meist ohne Verschlüsselung, weshalb Sie Ihr Nutzungsverhalten anpassen sollten.

Hier ist die Nutzung unbedenklich
  • Routenplanung auf der digitalen Landkarte
  • Das Abrufen von Zugverspätungen
  • Nachrichten auf bekannten Portalen lesen
  • Das Betrachten von kurzen Videos
Hier drohen ernsthafte Gefahren
  • Anmeldungen bei Ihrer Bank
  • Bestellungen in Versandhäusern
  • Das Einloggen in das private E-Mail-Postfach
  • Die Übermittlung von Formularen an Behörden
Schalten Sie unterwegs in Zweifelsfällen das WLAN gezielt aus. Das Telefon greift dann wieder auf das sehr sichere Mobilfunknetz zurück, in dem Ihre finanziellen Daten deutlich besser abgeschirmt sind.

Den aktuellen Empfang im Blick behalten

Ob Sie das heimische Funknetz gerade nutzen oder nicht, erkennen Sie an einem kleinen Zeichen direkt auf Ihrem Bildschirm. Sobald die Verbindung steht, taucht oben am Rand ein fächerartiges Symbol auf.

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Das Symbol nistet sich meist oben rechts in der Leiste ein. Die Anzahl der ausgefüllten Bögen signalisiert Ihnen, wie stark das Funksignal in dem jeweiligen Zimmer ausfällt.
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Je nach Generation des Geräts finden Sie den kleinen Fächer oben links bei der Uhrzeit oder versteckt in der rechten Ecke neben der Anzeige für die Batterie.

Wer sich tiefer in die technischen Einstellungen einlesen möchte, findet bei staatlichen Stellen oder Herstellern ausführliche Erläuterungen.

Antworten auf drängende Anfängerfragen

Sie begleichen die Kosten für Ihren Internetanschluss bereits über den festen Vertrag. Die drahtlose Weiterverteilung des Signals im eigenen Haus verursacht keinerlei zusätzliche Ausgaben.
Das Mobilfunknetz funkt von großen Masten in der Stadt zu Ihrem Gerät und verbraucht dabei Ihr vertragliches Datenvolumen. WLAN baut hingegen eine kleine, private Brücke zu Ihrem Festnetzanschluss auf.
Der Schritt ist definitiv zu empfehlen. Ohne die Nutzung des heimischen Zugangs greift das Telefon ständig auf das teurere Mobilfunknetz zurück. Besonders bei Software-Updates kommen so schnell große Datenmengen zusammen, die Ihren Vertrag belasten.
Moderne Geräte kommen problemlos mit mehreren dutzend Anmeldungen zurecht. Sie können also zeitgleich den Fernseher betreiben, Nachrichten auf dem Handy lesen und den Besuchern den Zugang für ihre Geräte gewähren.

Ein kurzer Schlussgedanke

Die einmalige Verknüpfung Ihres Telefons mit dem heimischen Netzwerk erspart Ihnen auf Dauer viele Sorgen um aufgebrauchte Datenvolumina. Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, übernimmt das Gerät die Arbeit im Hintergrund völlig unauffällig.

Belassen Sie die Funktion am besten einfach im eingeschalteten Zustand. Das Smartphone erkennt die vertraute Umgebung beim Betreten der Wohnung sofort und bucht sich eigenständig ein.

Weitere Ratgeber für den Alltag

  1. Das Telefon nach dem Kauf vorbereiten - Die ersten Wege im Menü
  2. Die Bedienung anpassen - Schriftgröße und Helligkeit optimieren
  3. Der Start mit dem Nachrichten-Programm - Mit der Familie schreiben
  4. Die Finanzen schützen - Sicherer Umgang mit dem eigenen Geld
  5. Fallstricke umgehen - Worauf Sie bei E-Mails achten sollten
FD
Friedhelm Deussner Autor & Gründer, Digital ab 60

Ich helfe Menschen ab 60, sicher und selbstständig mit digitalen Geräten umzugehen. Auf Digital ab 60 erkläre ich Technik so, wie ich es mir selbst gewünscht hätte - bodenständig, an der Praxis orientiert und absolut ohne Fachchinesisch.