Smartphone mit Vorhängeschloss-Symbol im WLAN-Menü – Digital ab 60 KI-generiertes Bild
WLAN sicher nutzen heißt vor allem: das eigene Heimnetz gut absichern und bei fremden Funknetzen aufmerksam bleiben. Dafür brauchen Sie keine technischen Spezialkenntnisse – einige wenige Einstellungen und Gewohnheiten reichen bereits weit.

Was bedeutet WLAN-Sicherheit überhaupt?

WLAN-Sicherheit bedeutet, den Zugang zum Funknetz zu schützen und den Datenverkehr möglichst sicher zu übertragen. Dafür sind vor allem eine moderne WLAN-Verschlüsselung, ein starkes Passwort und aktuelle Router-Software wichtig.

Ein sicheres WLAN sorgt konkret für drei Dinge:

  • ✓ Unbefugte Personen sollen sich nicht einfach mit Ihrem Heim-WLAN verbinden können.
  • ✓ Ein gut eingerichtetes Heimnetz erschwert unbefugte Zugriffe auf Geräte und Netzwerkdienste.
  • ✓ WPA2 beziehungsweise WPA3 verschlüsseln die Funkverbindung zwischen Ihren Geräten und dem WLAN-Zugangspunkt.

Das sichere Heim-WLAN: Vier Regeln

Viele aktuelle Router werden bereits mit individuellen Zugangsdaten ausgeliefert. Trotzdem lohnt sich eine kurze Sicherheitsprüfung anhand dieser vier Punkte.

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Ein starkes WLAN-Passwort nutzen

Verwenden Sie ein langes, schwer zu erratendes WLAN-Passwort. Das BSI empfiehlt bei WPA2 beziehungsweise WPA3 ein komplexes Passwort mit mindestens 20 Zeichen. Namen, Geburtsdaten und einfache Zahlenfolgen sind ungeeignet.
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Das Router-Gerätepasswort ändern

Das Geräte- oder Router-Passwort schützt die Einstellungsoberfläche des Routers und ist nicht dasselbe wie der WLAN-Schlüssel. Verwenden Sie dafür ein eigenes, starkes Passwort und lassen Sie die Router-Oberfläche nicht unnötig aus dem Internet erreichbar.
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Updates im Hintergrund zulassen

Router-Updates schließen Fehler und Sicherheitslücken. Aktivieren Sie automatische Updates, wenn Ihr Router diese Funktion anbietet, oder prüfen Sie regelmäßig, ob neue Firmware verfügbar ist.
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Den Notizzettel clever verstecken

Wenn Sie den WLAN-Schlüssel auf Papier notieren möchten, bewahren Sie die Notiz an einem privaten Ort auf. Alternativ können Sie ihn in einem Passwortmanager speichern oder Gästen einen QR-Code beziehungsweise Gastzugang geben.
Kurzer Sicherheitscheck am Router: Das BSI empfiehlt WPA3 oder – wenn Geräte WPA3 noch nicht unterstützen – weiterhin WPA2. Die veraltete WEP-Verschlüsselung sollte nicht mehr verwendet werden. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Router noch Sicherheitsupdates erhält.

Unterwegs im öffentlichen WLAN: Praktisch, mit Augenmaß

Im Café, Bahnhof oder Hotel werden häufig öffentliche WLANs angeboten. Solche Netze können praktisch sein, sollten aber grundsätzlich als fremde Netzwerke betrachtet werden.

Das BSI empfiehlt in öffentlichen WLANs besondere Vorsicht. Moderne Webseiten und Apps schützen Daten häufig zusätzlich mit HTTPS beziehungsweise eigener Verschlüsselung. Trotzdem können gefälschte Hotspots, unsichere Gerätefreigaben oder manipulierte Verbindungen ein Risiko darstellen.

Eine einfache Faustregel hilft: Je sensibler die Tätigkeit, desto eher sollten Sie ein vertrauenswürdiges Netz, mobile Daten oder – falls eingerichtet – eine VPN-Verbindung verwenden. Prüfen Sie außerdem genau, ob der Name eines öffentlichen WLANs wirklich zum Café, Hotel oder Anbieter gehört.

Achtung vor ähnlich klingenden WLAN-Namen: Ein Netz mit dem Namen eines Hotels oder Cafés muss nicht automatisch zu diesem Betrieb gehören. Fragen Sie im Zweifel nach dem offiziellen WLAN-Namen. Deaktivieren Sie außerdem die automatische Verbindung mit offenen Netzen, wenn Sie diese Funktion nicht benötigen.
Bei sensiblen Vorgängen vorsichtiger sein
  • Online-Banking oder andere besonders sensible Kontozugriffe
  • Neue Zahlungsdaten auf unbekannten Webseiten eingeben
  • Wichtige Kontopasswörter oder Sicherheitsdaten ändern
Meist weniger sensibel
  • Nachrichten oder öffentlich zugängliche Webseiten lesen
  • Wetter, Fahrpläne oder Öffnungszeiten abrufen
  • Messenger nutzen – bei WhatsApp ist der Nachrichteninhalt Ende-zu-Ende verschlüsselt, trotzdem sollten Gerät und Konto geschützt bleiben

Wenn es unterwegs doch mal sein muss

Wenn unterwegs ein sensibler Vorgang nicht warten kann, können mobile Daten eine einfache Alternative zu einem unbekannten öffentlichen WLAN sein.

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WLAN aus, mobile Daten an

Schalten Sie WLAN kurz aus und nutzen Sie die Mobilfunkverbindung Ihres Smartphones. Dadurch umgehen Sie das fremde lokale WLAN vollständig.

Auch mit mobilen Daten gelten die üblichen Sicherheitsregeln weiter: Verwenden Sie nur die offizielle Banking-App beziehungsweise die echte Webseite und achten Sie auf aktuelle Geräte-Software und sichere Anmeldeverfahren.

Nach dem sensiblen Vorgang können Sie WLAN wieder einschalten. Noch besser: Deaktivieren Sie bei unbekannten Hotspots das automatische Wiederverbinden, wenn Sie dieses Netz künftig nicht mehr nutzen möchten.

Das Gäste-WLAN: Eine kleine Einliegerwohnung

Kommen Familie oder Freunde zu Besuch, ist ein separates Gäste-WLAN oft die bessere Lösung als das Weitergeben des Haupt-WLAN-Schlüssels.

So funktioniert das Prinzip

Viele moderne Router bieten einen Gastzugang. Bei korrekt eingerichteter Gastnetz-Funktion wird der Besuch vom privaten Heimnetz getrennt. Prüfen Sie in den Router-Einstellungen, ob Gäste nur Internetzugang erhalten und keinen Zugriff auf Geräte im Heimnetz.

Je nach Router heißt die Funktion „Gastzugang“, „Gast-WLAN“ oder ähnlich. Das BSI empfiehlt für den Gastzugang mindestens WPA2, wenn möglich WPA3. Zugangsdaten können je nach Router per Passwort oder QR-Code geteilt werden.

Ein weiterer Vorteil: Das Gäste-Passwort lässt sich unabhängig vom Haupt-WLAN ändern oder der Gastzugang wieder deaktivieren, ohne dass Sie Ihre eigenen Geräte neu verbinden müssen.

Häufige Fragen

Ist öffentliches WLAN im Hotel gefährlich?
Es ist nicht automatisch gefährlich, sollte aber als fremdes Netzwerk behandelt werden. Prüfen Sie den richtigen WLAN-Namen und nutzen Sie für besonders sensible Vorgänge lieber mobile Daten oder eine vertrauenswürdige VPN-Verbindung.
Wie erkenne ich ein sicheres WLAN?
Ein Schloss-Symbol zeigt meist, dass die Funkverbindung mit einem Passwort geschützt ist. Es beweist jedoch nicht, dass der Betreiber des WLANs vertrauenswürdig ist. Prüfen Sie deshalb zusätzlich den richtigen Netzwerknamen und vermeiden Sie unbekannte Doppelgänger.
Muss ich mein WLAN-Passwort regelmäßig ändern?
Ein regelmäßiger Wechsel allein bringt keinen besonderen Sicherheitsgewinn. Ändern Sie den WLAN-Schlüssel, wenn er zu schwach ist, unbefugt bekannt geworden sein könnte oder Sie den Verdacht haben, dass fremde Geräte Zugang erhalten haben.

Fazit: WLAN sicher nutzen mit wenigen Regeln

Zu Hause sind WPA2 oder besser WPA3, ein starkes WLAN-Passwort, ein geschützter Router-Zugang und aktuelle Firmware die wichtigsten Grundlagen.

Unterwegs gilt: Prüfen Sie fremde WLANs sorgfältig, verwenden Sie bei sensiblen Vorgängen lieber mobile Daten oder eine vertrauenswürdige VPN-Verbindung und geben Sie Besuchern nach Möglichkeit einen getrennten Gastzugang.

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FD
Friedhelm Deussner Autor & Gründer, Digital ab 60

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