Screenshot erstellen – einfach erklärt
Ein Bildschirmfoto ist einfacher, als es klingt: Sie halten fest, was gerade auf Ihrem Smartphone zu sehen ist, ganz ohne Kamera in der Hand. Hier erfahren Sie in Ruhe, wie das bei Android und beim iPhone funktioniert.
KI-generiertes Bild
KI-generiertes Bild
Für viele Einsteiger klingt das Wort „Screenshot“ zunächst etwas technisch. Dabei steckt dahinter eine ganz einfache Idee: Man fotografiert nicht die Umgebung, sondern das, was gerade auf dem eigenen Bildschirm zu sehen ist. Eine Fehlermeldung, eine Nachricht, eine Adresse - alles lässt sich mit wenigen Tastendrücken oder Wischbewegungen festhalten.
Das Praktische daran: Sie brauchen keine zweite Kamera und niemanden, der Ihnen über die Schulter schaut. Das Smartphone macht das Foto von sich selbst. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wann sich ein Screenshot lohnt, wie Sie ihn bei Android und beim iPhone erstellen, und worauf Sie achten sollten, bevor Sie so ein Bild weiterschicken. Grundlegende Einstellungen rund um Ihr Gerät finden Sie auch in unserem Beitrag Smartphone-Einstellungen.
Ein Screenshot zeigt genau das, was in diesem Moment auf Ihrem Bildschirm sichtbar ist - inklusive privater Inhalte. Werfen Sie vor dem Verschicken immer einen kurzen Blick darauf, was mit auf dem Bild zu sehen ist.
Was ist ein Screenshot?
Ein Screenshot, auf Deutsch auch Bildschirmfoto genannt, ist ein Bild von genau dem, was in diesem Augenblick auf dem Display zu sehen ist. Egal ob eine Internetseite, eine WhatsApp-Nachricht, eine Fehlermeldung oder ein Foto in der Galerie: Alles, was gerade angezeigt wird, lässt sich in einem einzigen Moment einfrieren und als eigenes Bild speichern.
Der Unterschied zu einem normalen Foto ist einfach erklärt. Bei einem Foto richten Sie die Kamera auf etwas außerhalb des Geräts, zum Beispiel auf einen Blumenstrauß oder ein Familienmitglied. Bei einem Screenshot passiert das Gegenteil: Das Smartphone hält sein eigenes Display fest, ohne dass Sie die Kamera überhaupt öffnen müssen.
Stellen Sie sich vor, Sie könnten mitten in einem Gespräch kurz „Stopp“ rufen und das, was gerade gesagt wurde, auf einem Zettel notieren. Genau das macht ein Screenshot mit Ihrem Bildschirm - er hält einen Moment fest, bevor er wieder verschwindet.
Wann ist ein Screenshot praktisch?
Im Alltag ergeben sich immer wieder Situationen, in denen ein Screenshot die einfachste Lösung ist. Meistens geht es darum, etwas festzuhalten, das sonst gleich wieder verschwunden wäre, oder etwas jemand anderem zu zeigen, ohne lange zu erklären.
Ein Beispiel aus dem Alltag: Eine Fehlermeldung erscheint plötzlich auf dem Smartphone, vielleicht beim Versuch, eine App zu öffnen. Bevor die Meldung wieder verschwindet, machen Sie schnell einen Screenshot. Später können Sie dieses Bild dem Sohn, der Tochter oder einem Bekannten zeigen, der genau sieht, was auf dem Bildschirm stand, statt sich die Fehlermeldung aus dem Gedächtnis nacherzählen zu lassen.
Ein anderes Beispiel: Jemand schickt Ihnen per WhatsApp eine Adresse oder eine Wegbeschreibung. Statt den Chat später erneut durchzusuchen, machen Sie kurz einen Screenshot und haben die Information sofort griffbereit in der Galerie. Auch bei Terminen, Rezepten oder Ankündigungen, die Sie sich nicht sofort merken können, ist ein Screenshot oft schneller als eine lange Notiz.
Fehlermeldung festhalten
Bevor eine Meldung verschwindet, lässt sie sich per Screenshot sichern und später zeigen oder besprechen.
Spart lange Erklärungen am TelefonAdresse oder Termin speichern
Eine per Nachricht erhaltene Adresse oder ein Termin lässt sich schnell sichern, ohne den Chat erneut durchsuchen zu müssen.
Sofort wieder auffindbarNachricht dokumentieren
Eine wichtige Nachricht kann als Bild aufbewahrt werden, etwa als Beleg oder Erinnerung.
Vorsicht bei privaten InhaltenEtwas auf dem Bildschirm zeigen
Statt umständlich zu beschreiben, was zu sehen ist, schickt man das Bild einfach direkt weiter.
Sehr hilfreich bei technischen FragenScreenshot bei Android erstellen
Bei Android-Smartphones gibt es meist zwei Wege zum Screenshot. Welcher genau funktioniert, hängt vom Hersteller ab, doch die Tastenkombination mit den beiden Seitentasten klappt fast immer.
Rufen Sie zuerst das auf, was Sie festhalten möchten, etwa die Fehlermeldung, die Nachricht oder die Internetseite.
Halten Sie beide Tasten etwa eine Sekunde lang gleichzeitig gedrückt. Bei manchen älteren Geräten wird stattdessen die Ein- und Ausschalttaste zusammen mit der Home-Taste verwendet.
Der Bildschirm blitzt kurz auf oder zeigt einen weißen Rahmen, oft begleitet von einem kleinen Kamera-Geräusch. Das ist das Zeichen, dass der Screenshot gespeichert wurde.
Häufig erscheint kurz eine kleine Vorschau des Bildes am unteren Bildschirmrand. Tippen Sie darauf, wenn Sie das Bild direkt bearbeiten oder verschicken möchten, oder lassen Sie sie einfach verschwinden.
Manche Hersteller bieten zusätzlich eine Wisch- oder Handflächen-Geste an, die sich in den Smartphone-Einstellungen unter „Screenshot“ oder „Erweiterte Funktionen“ aktivieren lässt. Ein Blick in die Einstellungen oder eine kurze Suche nach dem Gerätenamen hilft hier meist weiter.
Screenshot beim iPhone erstellen
Beim iPhone kommt es darauf an, welches Modell Sie besitzen. Neuere iPhones ohne Home-Taste funktionieren etwas anders als ältere Modelle mit Home-Taste.
Drücken Sie gleichzeitig die Seitentaste (rechts am Gerät) und die Lautstärke-lauter-Taste kurz gleichzeitig. Ein etwas zu langes Halten öffnet stattdessen das Menü zum Ausschalten, dann einfach loslassen und erneut versuchen.
Drücken Sie gleichzeitig die Ein- und Ausschalttaste oben oder seitlich am Gerät sowie die runde Home-Taste unten am Display.
Der Bildschirm blitzt kurz weiß auf, begleitet von einem Kamera-Geräusch, sofern der Klingelton nicht auf lautlos steht.
Unten links erscheint kurz eine kleine Miniaturansicht. Tippen Sie darauf, um den Screenshot sofort zu bearbeiten, zuzuschneiden oder zu verschicken, oder ignorieren Sie sie einfach.
Wenn die Tastenkombination auf Anhieb nicht klappt, hilft meist etwas Geduld. Beide Tasten müssen wirklich im selben Moment gedrückt werden, nicht kurz nacheinander. Ein paar Versuche in Ruhe reichen meist aus.
Screenshot wiederfinden
Nach dem Erstellen landet der Screenshot automatisch dort, wo auch Ihre normalen Fotos gespeichert werden. Bei Android ist das meist die Galerie-App, oft in einem eigenen Ordner mit dem Namen „Screenshots“. Beim iPhone finden Sie den Screenshot in der Fotos-App, ebenfalls in einem eigenen Album namens „Screenshots“, das automatisch angelegt wird.
Falls Sie den Screenshot nicht sofort finden, hilft ein Blick in die Alben-Übersicht der jeweiligen App. Bei sehr vielen Fotos auf dem Gerät kann es hilfreich sein, gezielt nach dem heutigen Datum zu sortieren, da der Screenshot in der Regel ganz oben oder ganz unten in der zeitlichen Reihenfolge auftaucht. Wie Sie Ihre Bilder allgemein besser sortieren, lesen Sie auch im Beitrag Bilder organisieren.
Screenshot verschicken
Ein Screenshot lässt sich genauso weiterschicken wie ein ganz normales Foto. Öffnen Sie dazu WhatsApp oder eine andere Nachrichten-App, wählen Sie den gewünschten Kontakt aus und fügen Sie das Bild aus der Galerie oder den Fotos hinzu, genau wie bei einem Urlaubsfoto. Auch per E-Mail lässt sich ein Screenshot problemlos anhängen.
Wie das genaue Versenden von Fotos per WhatsApp oder E-Mail funktioniert, ist ausführlich in unserem Beitrag Fotos verschicken per WhatsApp und E-Mail beschrieben. Wer Nachrichten lieber direkt in Textform schreibt, findet die passende Anleitung unter WhatsApp-Nachrichten schreiben.
Persönliche Daten vor dem Teilen prüfen
Ein Screenshot zeigt genau das, was in diesem Moment auf dem Bildschirm sichtbar war, und das kann mehr sein, als eigentlich gewollt. Bei einem Chat-Verlauf sind häufig auch Namen, Telefonnummern oder private Details anderer Personen mit auf dem Bild zu sehen, selbst wenn nur eine einzige Nachricht gemeint war.
Werfen Sie deshalb vor dem Weiterleiten immer noch einmal einen ruhigen Blick auf das Bild. Ist eine Kontonummer sichtbar? Steht der volle Name einer dritten Person im Chat-Verlauf? Solche Details lassen sich vor dem Versenden notfalls noch zuschneiden oder unkenntlich machen. Gerade bei Screenshots von Behördenbriefen oder Rechnungen lohnt sich diese kurze Kontrolle besonders.
Ein Screenshot ist schnell gemacht, aber genauso schnell verschickt. Prüfen Sie vor dem Weiterleiten, ob wirklich nur das zu sehen ist, was gezeigt werden soll. Mehr zum sicheren Umgang mit Daten lesen Sie in unserem Beitrag Datenschutz-Einstellungen nutzen.
Vorsicht ist auch geboten, wenn Sie selbst einen Screenshot von einer fremden Person oder einer unbekannten Nummer erhalten, die Sie zu einer Handlung auffordert. Solche Bilder werden manchmal auch bei Betrugsversuchen eingesetzt, etwa um eine angebliche Zahlungsaufforderung glaubwürdiger wirken zu lassen. Mehr dazu in unseren Beiträgen Phishing erkennen und Online-Betrug erkennen.
Häufige Fehler
Checkliste vor dem Weiterleiten eines Screenshots
- Sind auf dem Bild wirklich nur die Inhalte zu sehen, die gezeigt werden sollen?
- Sind Namen, Nummern oder private Daten dritter Personen sichtbar?
- Stammt eine Zahlungsaufforderung auf einem erhaltenen Screenshot wirklich von der angegebenen Person?
- Ist der richtige Kontakt oder die richtige Gruppe zum Versenden ausgewählt?
Fazit
Ein Screenshot ist im Grunde nur ein Foto vom eigenen Bildschirm, und mit der richtigen Tastenkombination ist er in wenigen Sekunden erstellt. Egal ob bei Android oder beim iPhone: Das Bild landet automatisch in der Galerie oder den Fotos und lässt sich von dort genauso einfach verschicken wie jedes andere Foto. Wichtig bleibt nur, vor dem Weiterleiten kurz zu prüfen, was tatsächlich mit auf dem Bild zu sehen ist.
- Ein Screenshot hält fest, was gerade auf dem Bildschirm sichtbar ist.
- Bei Android meist Ein- und Ausschalttaste plus Lautstärke-leiser, beim iPhone Seitentaste plus Lautstärke-lauter.
- Vor dem Weiterleiten lohnt sich immer ein kurzer Blick auf private Inhalte im Bild.
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Häufig gestellte Fragen
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