Energiesparen

Heizkosten senken mit smarten Thermostaten

Heizkosten senken, ohne unnötig zu frieren: Smarte Thermostate helfen dabei, Heizzeiten und Temperaturen automatisch an den eigenen Alltag anzupassen.

📖 Lesezeit: ca. 16 Minuten👤 Friedhelm Deussner
Ältere Person stellt ein smartes Thermostat am Heizkörper ein KI-generiertes Bild
Senior nutzt Smartphone und smartes Thermostat, um Heizkosten zu senken KI-generiertes Bild

Heizkosten senken gelingt vor allem dann, wenn Räume nur so warm und so lange beheizt werden, wie es tatsächlich nötig ist. Smarte oder programmierbare Thermostate können dabei helfen, weil sie Heizzeiten und Solltemperaturen automatisch steuern.

Ein einfaches Beispiel: Das Wohnzimmer soll morgens und abends angenehm warm sein, tagsüber wird es kaum genutzt. Ein Heizplan kann die Temperatur zu diesen Zeiten automatisch anpassen, ohne dass Sie jeden Heizkörper ständig von Hand verstellen müssen.

Wer häufig vergisst, die Temperatur bei Abwesenheit oder nachts zu senken, kann von automatischen Zeitplänen besonders profitieren. Eine Fenster-offen-Funktion arbeitet je nach System über einen plötzlichen Temperaturabfall oder zuverlässiger über einen separaten Tür-/Fensterkontakt.

Wichtig ist dabei eine ehrliche Erwartung, und die möchten wir Ihnen an dieser Stelle auch nicht verschweigen. Ein Thermostat allein macht aus einem warmen Zuhause kein Niedrigenergiehaus. Es hilft aber, bewusster zu heizen, ohne dass Sie jeden Abend selbst an jedem Heizkörper drehen müssen.

Wichtiger Grundsatz

Sparen soll nie auf Kosten des Wohlbefindens gehen. Ein smartes Thermostat hilft dabei, bewusster zu heizen, ohne dass Sie deswegen frieren.

Was ist ein smartes Thermostat?

Ein smartes Thermostat ersetzt den klassischen Drehknopf am Heizkörper, den vermutlich fast jeder aus der eigenen Wohnung kennt. Statt von Hand zu drehen, stellen Sie feste Zeiten und Temperaturen ein. Viele Modelle lassen sich zusätzlich per Smartphone, Tablet oder Sprachassistent steuern, sodass Sie auch von der Couch aus noch einmal nachjustieren können, ohne aufzustehen.

Man kann es sich wie einen kleinen Heizungshelfer vorstellen, der sich merkt, wann welcher Raum warm sein soll, damit Sie nicht jeden Heizkörper einzeln im Kopf behalten müssen. Herr Wagner aus unserer Nachbarschaft hat es einmal so beschrieben: Früher musste er beim Verlassen des Hauses noch einmal durch alle Zimmer laufen und kontrollieren, ob überall heruntergedreht war. Heute erledigt das die App in wenigen Sekunden, während er schon im Treppenhaus steht.

Technisch steckt dahinter meist ein kleiner Motor im Thermostatkopf, der das Ventil am Heizkörper öffnet und schließt. Ein Temperaturfühler misst die Raumtemperatur, und das Gerät gleicht diesen Wert laufend mit dem hinterlegten Zeitplan ab. Für Sie als Nutzer bleibt davon nur die App übrig, in der Sie einfach Uhrzeiten und Wunschtemperaturen eintragen.

Normales, programmierbares oder smartes Thermostat?

Bevor Sie sich für ein System entscheiden, lohnt sich ein Blick auf die drei gängigen Varianten, denn sie unterscheiden sich deutlich in Komfort, Preis und Aufwand bei der Einrichtung.

Normales Thermostat

Das ist der klassische Drehknopf, den Sie wahrscheinlich kennen und der in den meisten deutschen Wohnungen seit Jahrzehnten verbaut ist. Er ist einfach, braucht keine App und keine Batterie, funktioniert also auch bei Stromausfall zuverlässig weiter. Der Nachteil liegt auf der Hand: Man muss selbst daran denken, jeden Heizkörper einzeln einzustellen, und automatische Zeiten gibt es schlicht nicht.

Programmierbares Thermostat

Dieses Modell hat ein eigenes Zeitprogramm direkt am Gerät, allerdings meist ohne App und ohne Smartphone-Anbindung. Es ermöglicht feste Heizzeiten und ist günstiger als viele smarte Varianten. Dafür kann die Bedienung direkt am kleinen Display etwas fummelig sein, gerade wenn die Tasten klein sind und die Anzeige wenig Kontrast hat. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass programmierbare Thermostate automatisch nach Uhrzeit heizen können und dadurch Energie gespart wird, wenn nicht unnötig geheizt wird.

Smartes Thermostat

Die komfortabelste Variante lässt sich per App steuern, bietet meist einfache Zeitpläne, teilweise Sprachsteuerung über Alexa oder Google Assistant, und die Möglichkeit, mehrere Räume übersichtlich gemeinsam in einer Übersicht zu verwalten. Wer zum Beispiel im Urlaub ist, kann von unterwegs aus noch einmal prüfen, ob wirklich alles heruntergeregelt ist, und bei Bedarf eingreifen. Dafür braucht es Batterien, manchmal ein Benutzerkonto und gelegentlich eine zusätzliche Steuerzentrale, die zwischen den Thermostaten und dem Internet vermittelt. Eine ausführlichere Einordnung mit Vor- und Nachteilen finden Sie auch in unserem Beitrag Smarte Thermostate einfach erklärt.

Für wen sind smarte Thermostate sinnvoll?

Besonders sinnvoll sind smarte Thermostate bei regelmäßigen Tagesabläufen, mehreren Heizkörpern in unterschiedlich genutzten Räumen, häufigem Lüften oder bei Zimmern, die nicht den ganzen Tag warm sein müssen, etwa ein Arbeitszimmer, das nur vormittags genutzt wird. Auch wer gerne mehr Komfort hätte, ohne selbst ständig an die Heizung zu denken, profitiert oft deutlich.

Ob sich die Anschaffung lohnt, hängt weniger vom Baujahr der Wohnung als vom bisherigen Heizverhalten, der Dämmung, der Heizungsart und den Nutzungszeiten der Räume ab. In Wohnungen mit hohem Wärmeverlust können Absenkzeiten sinnvoll sein, gleichzeitig sollte kein Raum unnötig stark auskühlen.

Weniger lohnt sich die Investition dagegen in sehr gut gedämmten Wohnungen, die ohnehin kaum auskühlen, oder wenn bereits sehr bewusst von Hand geheizt wird und die Heizkörper konsequent heruntergedreht werden, sobald ein Zimmer verlassen wird. Die Verbraucherzentrale beschreibt sinngemäß, dass der Spareffekt stark vom bisherigen Heizverhalten und vom Gebäude abhängt: In schlecht gedämmten Gebäuden kann das Absenken eher etwas bringen, in sehr gut gedämmten Gebäuden sind die Einspareffekte oft geringer.

Erst prüfen: Wo entstehen Ihre Heizkosten?

Bevor Sie ein smartes Thermostat kaufen, lohnt sich eine kurze, ehrliche Bestandsaufnahme des eigenen Heizverhaltens. Welche Räume nutzen Sie am meisten, welche sind oft zu warm, und welcher Heizkörper läuft eigentlich weiter, obwohl niemand im Zimmer ist? Bei vielen Haushalten ist es zum Beispiel das Gästezimmer, das aus Gewohnheit mitgeheizt wird, obwohl dort selten jemand übernachtet.

Auch die Frage, ob nachts schon abgesenkt wird oder ob beim Lüften konsequent die Heizung heruntergedreht wird, gibt wichtige Hinweise darauf, wo überhaupt Sparpotenzial steckt. Schreiben Sie ruhig eine Woche lang auf einem Zettel auf, wann welcher Raum wirklich warm sein muss und wann nicht. Daraus entsteht später Ihr persönlicher Heizplan, statt dass Sie einfach fremde Standardwerte übernehmen, die zu Ihrem Alltag gar nicht passen.

Kleiner, aber wirksamer Tipp

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, Heizkörper frei zu halten. Verdeckte Heizkörper geben Wärme schlechter in den Raum ab, wodurch mehr Energie verbraucht werden kann, ohne dass es im Zimmer spürbar wärmer wird.

Welche Raumtemperaturen sind sinnvoll?

Als Orientierung nennt die Verbraucherzentrale etwa 20 Grad für Wohnräume und weist darauf hin, dass wenig genutzte Räume nicht dauerhaft unter etwa 16 Grad auskühlen sollten. Gleichzeitig beeinflussen Luftfeuchtigkeit, Lüftung, Dämmung und persönliches Wärmeempfinden die passende Temperatur.

RaumOrientierungswert
Wohnzimmeretwa 20 °C
Schlafzimmeroft etwas kühler als Wohnräume
Küchemeist etwas kühler ausreichend
Flurje nach Nutzung eher niedriger
selten genutzte Räumenicht unnötig stark auskühlen lassen
Badbei Nutzung angenehm warm

Diese Werte sind kein starres Gesetz, sondern ein Ausgangspunkt. Manche Menschen frieren schon bei 19 Grad im Wohnzimmer, andere fühlen sich dort erst bei 22 Grad wohl. Testen Sie ruhig ein, zwei Grad in beide Richtungen und beobachten Sie, wie sich das anfühlt, bevor Sie einen festen Heizplan für die ganze Wohnung übernehmen.

Für Sie persönlich wichtig

Sparen ist gut, aber Wohlbefinden und Gesundheit gehen vor.

Wie viel kann man sparen?

Das Umweltbundesamt nennt für programmierbare Thermostate als Orientierung ein Einsparpotenzial von etwa 10 Prozent Energie. Die Verbraucherzentrale schreibt außerdem, dass jedes Grad weniger Raumtemperatur ungefähr 6 Prozent Heizenergie sparen kann. Beide Werte sind Richtgrößen und keine Garantie für den einzelnen Haushalt.

Wie viel Sie tatsächlich sparen, hängt vor allem davon ab, wie Sie bisher geheizt haben. Ein Beispiel: Wer bislang das Wohnzimmer auch nachts durchgängig auf 21 Grad gehalten hat, kann mit einer automatischen Nachtabsenkung auf 17 Grad spürbar sparen. Wer schon vorher konsequent von Hand heruntergedreht hat, gewinnt vor allem an Komfort und weniger an reiner Ersparnis, da hier kaum noch Luft nach oben ist.

Vor dem Kauf: Darauf sollten Sie achten

Ein paar Punkte vorab erspart später Frust und unnötige Retouren. Prüfen Sie zunächst, ob das gewünschte Thermostat überhaupt auf Ihren Heizkörper passt. Das steht meist in der Produktbeschreibung, manchmal ist zusätzlich ein Adapter nötig, weil ältere Heizkörper andere Ventilgrößen haben als neuere Modelle.

Klären Sie außerdem, welche Funktechnik und Zentrale das System benötigt. Je nach Modell arbeiten smarte Thermostate über WLAN, Zigbee oder Matter/Thread. Manche benötigen eine Bridge oder einen Hub; Matter-Geräte über Thread brauchen einen Thread-Border-Router. Wenige Zusatzgeräte sind angenehm, wichtiger ist aber eine zuverlässige und verständliche Gesamtlösung.

WLAN, Zigbee oder Matter/Thread?

Das hängt vom System ab. Manche Thermostate verbinden sich direkt per WLAN, andere arbeiten energiesparend über Zigbee oder Thread und benötigen dafür eine passende Zentrale. Matter soll die Zusammenarbeit verschiedener Smart-Home-Plattformen vereinfachen; bei Matter-over-Thread ist ein Thread-Border-Router erforderlich.

Checkliste vor dem Kauf

  • Passt das Thermostat zu Ihrem Heizkörperventil?
  • Ist die App übersichtlich, mit großen Schaltflächen und deutscher Sprache?
  • Wie häufig müssen die Batterien gewechselt werden, und ist das gut machbar?
  • Bietet das System einen Fensterkontakt, falls Sie das wünschen?
  • Funktioniert das Thermostat mit Ihrer gewünschten Plattform, etwa Alexa/Alexa+ oder Google Home?

Mehr zur Sprachsteuerung lesen Sie in unseren Beiträgen Was ist Alexa?, Was kann Google Assistant? und Sprachbefehle nutzen.

Praktische Helfer für den Einstieg

Die folgenden Produktarten haben sich für Einsteiger bewährt. Es handelt sich um allgemeine Empfehlungen, keine Verpflichtung zum Kauf eines bestimmten Modells.

Einfaches Heizkörperthermostat

  • einfache Einrichtung im vorhandenen System
  • einstellbare Wochenpläne
  • passend für gängige Heizkörperventile
Produkt ansehen →

Starter-Set mit mehreren Thermostaten

  • für Wohnzimmer, Schlafzimmer und Bad geeignet
  • zentrale Steuerung über eine App
  • gute Lösung für den Einstieg in mehrere Räume
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Smartes Thermostat einrichten – Schritt für Schritt

Die Einrichtung wirkt am Anfang oft aufwendiger, als sie am Ende tatsächlich war. Wenn Sie sich an die folgenden Schritte halten und sich nicht hetzen lassen, ist ein einzelner Heizkörper meist in einer knappen halben Stunde eingerichtet. Nehmen Sie sich für den ersten Raum ruhig etwas mehr Zeit, die weiteren gehen dann deutlich schneller.

1
Heizkörper prüfen

Schauen Sie, ob ein normales Thermostat vorhanden ist, ob das Ventil leicht erreichbar ist und sich der alte Thermostatkopf drehen lässt. Wirkt das Ventil verrostet oder beschädigt, fragen Sie zuerst einen Fachbetrieb oder Ihren Vermieter, bevor Sie selbst Hand anlegen.

2
Altes Thermostat entfernen

Die Verbraucherzentrale erklärt, dass man ein Thermostat am Heizkörper grundsätzlich auch selbst wechseln kann. Dabei tritt in der Regel kein Wasser aus, weil nicht das Heizungsrohr geöffnet wird, sondern nur der Aufsatz gelöst wird. In Mietwohnungen sollten Sie das alte Thermostat trotzdem gut aufbewahren, damit Sie beim Auszug den Ursprungszustand wiederherstellen können. Sind Sie unsicher, lassen Sie sich von jemandem helfen, der das schon einmal gemacht hat.

3
Neues Thermostat montieren

Setzen Sie das passende Thermostat auf, verwenden Sie bei Bedarf einen Adapter und ziehen Sie die Überwurfmutter vorsichtig, aber fest an. Arbeiten Sie nicht mit Gewalt und beachten Sie die Anleitung des Herstellers, gerade beim ersten Versuch.

4
App installieren

Laden Sie die App ausschließlich aus dem offiziellen App Store oder Google Play Store herunter.

5
Konto sichern – falls erforderlich

Nicht jedes System benötigt ein Benutzerkonto. Falls doch, verwenden Sie ein sicheres, einmaliges Passwort und aktivieren Sie nach Möglichkeit die Zwei-Faktor-Authentifizierung.

6
Thermostat hinzufügen

Folgen Sie der Anleitung des Systems. Je nach Modell erfolgt die Verbindung direkt per WLAN, über Bridge/Hub, Zigbee oder Matter/Thread. Benennen Sie den Raum eindeutig und testen Sie anschließend eine Temperaturänderung.

7
Heizplan erstellen

Beginnen Sie mit wenigen Zeitfenstern und passen Sie diese an Ihren Alltag an. Eine Wohnraumtemperatur um 20 Grad kann ein Ausgangspunkt sein; entscheidend ist Ihr persönliches Wärmeempfinden.

Beispiel-Heizpläne für den Alltag

Je nach Tagesablauf passen unterschiedliche Heizpläne. Die folgenden Beispiele lassen sich als Ausgangspunkt nutzen und später an Ihre eigenen Gewohnheiten anpassen, denn kein Tagesablauf gleicht dem anderen genau.

Für Menschen, die viel zu Hause sind

  • Wohnzimmer: morgens bis abends angenehm warm, nachts leicht absenken
  • Schlafzimmer: tagsüber niedriger, abends und nachts angenehm, aber nicht überheizt
  • Bad: nur zu festen Zeiten wärmer

Für Menschen, die vormittags unterwegs sind

  • Morgens: Wohnzimmer und Bad angenehm warm
  • Vormittag: Temperatur leicht senken
  • Nachmittag und Abend: Wohnzimmer wieder wärmer
  • Nacht: Temperatur absenken

Für selten genutzte Räume

  • Gästezimmer, Hobbyraum oder Abstellzimmer: Grundtemperatur halten, aber nicht dauerhaft voll heizen
Wichtig wegen Schimmel

Auch wenig genutzte Räume sollten nicht völlig auskühlen.

Energie sparen im Alltag – einfache Gewohnheiten

Ein smartes Thermostat ist nur ein Baustein von mehreren. Genauso wichtig sind einfache Gewohnheiten, die sich schnell in den Alltag einbauen lassen: Heizkörper nicht mit Möbeln oder Vorhängen verdecken, regelmäßig kurz stoßlüften und dabei die Heizung herunterregeln, Türen zu kühleren Räumen geschlossen halten und Heizkörper entlüften, wenn sie gluckern oder trotz aufgedrehtem Ventil nicht richtig warm werden.

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass eine höhere Thermostatstufe einen Raum nicht schneller erwärmt, sondern lediglich eine höhere Zieltemperatur einstellt. Das Umweltbundesamt empfiehlt außerdem Stoßlüften statt dauerhaft gekippter Fenster, weil dabei weniger Wärme verloren geht.

Häufige Fehler vermeiden

Bei der Umstellung auf smarte Thermostate schleichen sich oft dieselben kleinen Fehler ein. Die meisten davon lassen sich mit wenig Aufwand vermeiden, wenn man einmal weiß, worauf zu achten ist.

Zu hohe Temperaturen überallNur die Räume stärker heizen, die Sie wirklich nutzen
Heizung läuft beim Lüften weiterBeim Lüften kurz absenken oder – bei kompatiblen Systemen – einen Fensterkontakt beziehungsweise eine Fenster-offen-Automation nutzen.
Heizkörper sind verdecktSofa, Vorhänge oder Verkleidungen sollten die Wärme nicht blockieren
Zu komplizierte HeizpläneBeginnen Sie einfach: morgens, tagsüber, abends, nachts
Räume kühlen zu stark ausNicht zu kalt werden lassen, damit Feuchtigkeit und Schimmel kein Problem werden
App wird nicht verstandenNur die wichtigsten Funktionen nutzen: Temperatur, Heizplan, Batteriestand

Sicherheit und Datenschutz

Installieren Sie Apps nur aus offiziellen Stores, verwenden Sie bei einem Herstellerkonto ein sicheres Passwort und installieren Sie Sicherheitsupdates. Prüfen Sie App-Berechtigungen und geben Sie nur frei, was für die gewünschten Funktionen nötig ist. Vor Verkauf oder Weitergabe sollte das Gerät aus dem Konto entfernt und auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden.

Bei Cloud-Diensten lohnt es sich, Anbieter und eigenes Konto besonders zu schützen, denn hier laufen Informationen über Ihre Anwesenheitszeiten zu Hause zusammen. Mehr dazu in unseren Beiträgen sichere Passwörter erstellen und Datenschutz-Einstellungen nutzen.

Smarte Thermostate und Smart Home

Ein Thermostat lässt sich gut mit anderen Geräten kombinieren, etwa mit einem Fensterkontakt, einem Sprachassistenten oder einer allgemeinen Raumtemperatursteuerung. So entsteht nach und nach ein stimmiges System, ohne dass Sie alles auf einmal einrichten müssen. Viele fangen mit einem einzelnen Heizkörper im Wohnzimmer an und erweitern erst später, wenn sich das erste Gerät im Alltag bewährt hat.

Mehr dazu in unseren Beiträgen Raumtemperatur steuern und Energieverbrauch überwachen.

Fazit

Smarte Thermostate sparen nicht automatisch Geld, sie helfen aber dabei, die Heizung bewusster, genauer und bequemer zu steuern. Wie viel Sie tatsächlich sparen, hängt von Ihrem bisherigen Heizverhalten ab.

  • Beginnen Sie mit einem einfachen Heizplan und passen Sie ihn später an.
  • Wohlbefinden und Gesundheit haben Vorrang vor maximalem Sparen.
  • Schon kleine Gewohnheiten wie freie Heizkörper helfen zusätzlich.

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  1. Lesen Sie mehr über smarte Thermostate im Detail.
  2. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Raumtemperatur automatisch steuern.
  3. Behalten Sie Ihren Energieverbrauch im Blick.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich mit smarten Thermostaten wirklich Heizkosten sparen?
Ja, smarte Thermostate können helfen, Heizkosten zu senken, wenn dadurch nicht unnötig geheizt wird. Wie viel man spart, hängt vom bisherigen Heizverhalten, vom Gebäude und von den gewählten Temperaturen ab.
Muss ich dafür die ganze Heizung austauschen?
Nein. Bei vielen Heizkörpern wird nur der Thermostatkopf ersetzt. Die Heizungsanlage selbst bleibt unverändert.
Kann ich ein smartes Thermostat in einer Mietwohnung nutzen?
Häufig ja. Wichtig ist, die alten Thermostate aufzubewahren und bei Unsicherheit vorher Vermieter oder Hausverwaltung zu fragen.
Welche Temperatur ist im Wohnzimmer sinnvoll?
Als Orientierung gelten etwa 20 Grad. Entscheidend ist aber, dass Sie sich wohlfühlen und nicht frieren.
Was passiert, wenn die Batterie leer ist?
Viele smarte Thermostate zeigen rechtzeitig an, wenn die Batterie schwach wird. Die Heizung fällt dadurch normalerweise nicht sofort aus, aber die automatische Steuerung kann eingeschränkt sein.
Brauche ich WLAN für smarte Thermostate?
Nicht immer direkt. Je nach System kommuniziert das Thermostat über WLAN, Zigbee oder Matter/Thread und gegebenenfalls über eine Bridge oder einen Hub. Für Fernzugriff ist in der Regel eine Internetverbindung nötig.
FD
Friedhelm Deussner Gründer von Digital ab 60

Friedhelm erklärt digitale Themen verständlich und ohne Fachchinesisch, speziell für Menschen ab 60.

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