Online-Banking

Dauerauftrag einrichten – einfach erklärt

Miete, Vereinsbeitrag oder das Taschengeld für die Enkel: Manche Zahlungen wiederholen sich jeden Monat. Hier erfahren Sie in Ruhe, wie Sie im Online-Banking einen Dauerauftrag einrichten, ändern und wieder löschen.

📖 Lesezeit: ca. 9 Minuten👤 Friedhelm Deussner
Senior richtet einen Dauerauftrag im Online-Banking ein
Ältere Hände richten eine regelmäßige Überweisung ein

Manche Zahlungen kehren jeden Monat mit dem gleichen Betrag wieder. Die Miete, der Beitrag für den Sportverein, vielleicht ein fester Betrag für die Enkelkinder. Wer das jedes Mal von Hand überweist, muss sich daran erinnern, die Daten eintippen und am Ende hoffen, es nicht zu vergessen.

Ein Dauerauftrag nimmt Ihnen diese Arbeit ab. Sie richten ihn einmal ein, und Ihre Bank führt die Überweisung von da an automatisch aus, ganz ohne dass Sie jeden Monat wieder daran denken müssen. In diesem Beitrag zeigen wir, was genau dahintersteckt, wie Sie einen Dauerauftrag im Online-Banking einrichten und worauf Sie beim Ausfüllen achten sollten. Wenn Sie sich generell noch unsicher fühlen, lohnt sich vorher ein Blick in unseren Grundlagenbeitrag Online-Banking sicher nutzen.

Wichtiger Grundsatz

Ein Dauerauftrag führt genau den Betrag aus, den Sie einmal festgelegt haben. Ändert sich etwas, zum Beispiel die Miete, müssen Sie den Auftrag selbst anpassen. Die Bank tut das nicht automatisch für Sie.

Was ist ein Dauerauftrag?

Ein Dauerauftrag ist eine Überweisung, die Sie einmal einrichten und die dann automatisch in einem festgelegten Rhythmus wiederholt wird. Sie legen fest, wer das Geld bekommt, wie viel überwiesen wird und in welchem Abstand das geschehen soll, zum Beispiel jeden Monat am 1. Von da an kümmert sich Ihre Bank darum, ohne dass Sie noch einmal aktiv werden müssen.

Für Sie als Kontoinhaber ändert sich im Alltag kaum etwas. Der Betrag verlässt Ihr Konto pünktlich, so wie es eine normale Überweisung auch tun würde. Der Unterschied liegt nur darin, dass Sie sich nicht jeden Monat neu darum kümmern müssen. Solange genügend Geld auf dem Konto ist, läuft der Dauerauftrag im Hintergrund weiter.

Zum Verständnis

Stellen Sie sich einen Dauerauftrag wie eine Weckerfunktion vor, die nicht nur klingelt, sondern die Überweisung gleich selbst ausführt. Sie stellen ihn einmal ein, und er erinnert sich von selbst jeden Monat daran.

Dauerauftrag oder Lastschrift – der Unterschied

Diese beiden Begriffe werden im Alltag oft durcheinandergebracht, dabei funktionieren sie in eine ganz unterschiedliche Richtung. Beim Dauerauftrag sind Sie selbst diejenige oder derjenige, die den Auftrag gibt. Sie legen Empfänger, Betrag und Rhythmus fest, und nur Sie können den Auftrag ändern oder stoppen.

Bei der Lastschrift ist es umgekehrt. Hier hat der Empfänger, etwa ein Stromanbieter oder eine Versicherung, das Recht, sich den fälligen Betrag selbst von Ihrem Konto zu holen. Sie haben diesem Vorgehen vorher zugestimmt, meist mit einer Unterschrift oder einem Haken im Online-Formular. Die Höhe kann dabei je nach Verbrauch schwanken, zum Beispiel bei Stromkosten.

Ein Beispiel aus dem Alltag macht den Unterschied greifbar: Die Miete überweisen viele Menschen per Dauerauftrag, weil der Betrag jeden Monat gleich bleibt und sie selbst die Kontrolle behalten möchten. Die Stromrechnung dagegen läuft häufig per Lastschrift, weil der Anbieter den genauen Betrag erst nach der Abrechnung kennt.

Kurz gesagt

Dauerauftrag: Sie geben den Auftrag. Lastschrift: der Empfänger zieht das Geld ein. Beide Verfahren können Sie im Online-Banking einsehen und bei Bedarf beenden.

Wann ist ein Dauerauftrag sinnvoll?

Ein Dauerauftrag lohnt sich immer dann, wenn der Betrag feststeht und sich nicht von Monat zu Monat ändert. Die Miete ist das klassischste Beispiel, aber es gibt noch viele weitere Situationen im Alltag, in denen ein Dauerauftrag echte Erleichterung bringt.

Denken Sie an den Mitgliedsbeitrag im Sportverein oder Gesangverein. Er ist jeden Monat oder jedes Quartal gleich hoch. Statt sich zwölfmal im Jahr daran zu erinnern, richten Sie den Betrag einmal ein und müssen sich um nichts mehr kümmern. Ähnlich verhält es sich, wenn ein Enkelkind jeden Monat ein festes Taschengeld bekommt. Statt jedes Mal eine einzelne Überweisung zu tätigen, läuft die Zahlung automatisch, pünktlich und zuverlässig.

Auch eine regelmäßige Sparrate auf ein zweites Konto lässt sich so bequem organisieren. Wer sich vorgenommen hat, jeden Monat einen festen Betrag zur Seite zu legen, muss nicht auf die eigene Disziplin hoffen. Der Dauerauftrag erledigt das automatisch, noch bevor das Geld anderweitig ausgegeben wird.

Miete

Fester Betrag, fester Termin, klassischer Anwendungsfall für einen Dauerauftrag.

Betrag bei Mieterhöhung anpassen

Vereinsbeitrag

Monatlich oder quartalsweise gleicher Betrag, spart das wiederholte Erinnern.

Meist geringes Risiko

Taschengeld für Enkel

Fester, kleiner Betrag, der regelmäßig ankommt, ohne dass Sie aktiv werden müssen.

Verwendungszweck klar formulieren

Sparrate

Automatischer Transfer auf ein Spar- oder Tagesgeldkonto, fördert das regelmäßige Sparen.

Kontostand vorher prüfen

Welche Angaben brauche ich?

Bevor Sie den Dauerauftrag im Online-Banking anlegen, ist es hilfreich, alle nötigen Angaben schon griffbereit zu haben. Das erspart lästiges Suchen mitten im Ausfüllen und verringert die Gefahr von Tippfehlern.

Sie benötigen den vollständigen Namen des Empfängers, so wie er auch auf dem Konto hinterlegt ist, sowie die IBAN, also die internationale Kontonummer. Dazu kommt der genaue Betrag, das gewünschte Startdatum und der Rhythmus, in dem die Überweisung wiederholt werden soll. Falls die Zahlung irgendwann automatisch enden soll, können Sie zusätzlich ein Enddatum angeben. Ein Verwendungszweck ist meist sinnvoll, damit sowohl Sie als auch der Empfänger auf dem Kontoauszug erkennen, worum es sich handelt.

Dauerauftrag im Online-Banking einrichten

Die genaue Bezeichnung und Anordnung der Menüpunkte unterscheidet sich von Bank zu Bank etwas, der grundsätzliche Ablauf ist aber bei den meisten Banking-Apps und Online-Portalen sehr ähnlich.

1
Online-Banking öffnen und anmelden

Loggen Sie sich wie gewohnt in Ihr Online-Banking oder Ihre Banking-App ein, entweder mit PIN und TAN oder mit Fingerabdruck beziehungsweise Gesichtserkennung, je nachdem, was Sie eingerichtet haben.

2
Bereich „Dauerauftrag“ auswählen

Suchen Sie im Menü nach „Überweisungen“ oder „Zahlungsverkehr“ und dort nach dem Unterpunkt „Dauerauftrag“ oder „Dauerauftrag einrichten“. Manche Banken zeigen diesen Punkt auch direkt auf der Startseite an.

3
Empfänger und IBAN eingeben

Tragen Sie den Namen des Empfängers und die IBAN ein. Achten Sie darauf, die Ziffern und Buchstaben genau zu übertragen, am besten Zeichen für Zeichen mit der Vorlage vergleichen.

4
Betrag und Rhythmus festlegen

Geben Sie den gewünschten Betrag ein und wählen Sie aus, wie oft die Überweisung wiederholt werden soll, etwa monatlich, vierteljährlich oder jährlich. Legen Sie auch fest, an welchem Tag im Monat die Zahlung erfolgen soll.

5
Start- und gegebenenfalls Enddatum wählen

Bestimmen Sie, wann die erste Überweisung ausgeführt werden soll. Ein Enddatum brauchen Sie nur, wenn die Zahlung zu einem bestimmten Zeitpunkt automatisch aufhören soll, etwa bei einer befristeten Vereinbarung.

6
Angaben prüfen und mit TAN bestätigen

Bevor Sie den Auftrag abschicken, zeigt Ihnen die Bank noch einmal eine Zusammenfassung aller Angaben. Prüfen Sie diese in Ruhe und geben Sie den Vorgang anschließend mit Ihrem TAN-Verfahren frei. Mehr dazu erfahren Sie im Beitrag TAN-Verfahren erklärt.

Tipp

Nutzen Sie eine Banking-App auf dem Smartphone, hilft Ihnen unser Beitrag Banking-App sicher einrichten dabei, alles richtig einzurichten, bevor Sie den ersten Dauerauftrag anlegen.

Betrag, Empfänger und Zeitraum prüfen

Ein Dauerauftrag läuft, einmal freigegeben, ganz von allein weiter. Genau deshalb lohnt sich vor der letzten Bestätigung ein besonders genauer Blick auf alle Angaben. Ein Tippfehler in der IBAN oder eine falsche Ziffer beim Betrag fällt sonst vielleicht erst nach mehreren Monaten auf.

Nehmen Sie sich diesen Moment bewusst Zeit. Lesen Sie die Zusammenfassung, die Ihre Bank vor der TAN-Eingabe anzeigt, Zeile für Zeile durch. Stimmt der Name des Empfängers? Passt die IBAN? Ist der Betrag korrekt und nicht etwa mit einer Null zu viel oder zu wenig eingetragen? Erst wenn alles passt, geben Sie die TAN ein.

Checkliste vor dem Absenden

  • Empfängername stimmt
  • IBAN stimmt
  • Betrag stimmt
  • Startdatum stimmt
  • Rhythmus stimmt, zum Beispiel monatlich
  • Enddatum nur setzen, wenn nötig
  • Verwendungszweck ist sinnvoll
  • TAN-Daten genau prüfen

Dauerauftrag ändern

Verändert sich etwas an einer regelmäßigen Zahlung, zum Beispiel weil die Miete steigt oder der Vereinsbeitrag angepasst wurde, müssen Sie den bestehenden Dauerauftrag selbst aktualisieren. Er passt sich nicht von allein an. Rufen Sie dazu im Online-Banking die Übersicht Ihrer laufenden Daueraufträge auf, wählen Sie den betreffenden Auftrag aus und ändern Sie Betrag, Termin oder Empfänger nach Bedarf. Auch diese Änderung bestätigen Sie in der Regel mit einer TAN.

Manche Banken erlauben es, nur einzelne Angaben zu verändern, andere verlangen, dass Sie den alten Auftrag löschen und einen neuen anlegen. Beides ist normal und kein Grund zur Sorge, dauert nur wenige Minuten mehr.

Dauerauftrag löschen

Wird eine Zahlung nicht mehr benötigt, etwa weil der Vereinsbeitrag ausläuft oder die Sparrate angepasst werden soll, löschen Sie den Dauerauftrag ganz einfach in derselben Übersicht, in der Sie ihn auch angelegt haben. Suchen Sie den entsprechenden Eintrag, wählen Sie die Löschfunktion und bestätigen Sie den Vorgang. Ab diesem Zeitpunkt wird keine weitere Zahlung mehr ausgeführt.

Ein Wörtchen zur Sicherheit: Eine bereits ausgeführte Überweisung lässt sich durch das Löschen des Dauerauftrags nicht mehr rückgängig machen. Das Löschen wirkt nur für zukünftige Termine.

Typische Fehler vermeiden

Die meisten Probleme rund um den Dauerauftrag entstehen nicht durch die Technik, sondern durch kleine Unaufmerksamkeiten beim Einrichten. Ein Blick auf die häufigsten Stolperstellen hilft, sie von vornherein zu vermeiden.

IBAN falsch abgetipptZiffer für Ziffer mit der Vorlage vergleichen, besonders bei handschriftlichen Notizen
Betrag verrutschtVor der TAN-Eingabe noch einmal genau auf Komma und Nullen achten
Rhythmus falsch gewähltMonatlich und vierteljährlich nicht verwechseln, im Zweifel nachschauen
Alte Beträge nicht angepasstNach einer Mieterhöhung den Dauerauftrag zeitnah aktualisieren
Enddatum vergessenBei befristeten Zahlungen das Enddatum direkt mit eintragen
Kontostand nicht beachtetVor dem Ausführungstermin prüfen, ob genügend Geld auf dem Konto ist
Merksatz

Reicht das Guthaben am Ausführungstag nicht aus, kann die Überweisung scheitern, und es können Gebühren anfallen. Ein regelmäßiger Blick in die Kontoauszüge hilft, den Überblick zu behalten.

Fazit

Ein Dauerauftrag nimmt Ihnen die Arbeit ab, wiederkehrende Zahlungen jedes Mal von Hand einzutippen. Einmal sorgfältig eingerichtet, läuft er zuverlässig im Hintergrund weiter, bis Sie ihn selbst ändern oder löschen. Wichtig ist nur, die Angaben vor der Freigabe genau zu prüfen und den Auftrag anzupassen, sobald sich ein Betrag ändert.

  • Ein Dauerauftrag führt regelmäßige Überweisungen automatisch aus.
  • Anders als bei der Lastschrift geben Sie selbst den Auftrag, nicht der Empfänger.
  • Ändern und Löschen sind jederzeit im Online-Banking möglich.

Das könnte Sie auch interessieren

  1. Erfahren Sie mehr über das TAN-Verfahren.
  2. Lesen Sie, wie Sie Echtzeitüberweisungen nutzen.
  3. Richten Sie Ihre Banking-App sicher ein.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Dauerauftrag?
Eine regelmäßige Überweisung, die automatisch ausgeführt wird, sobald Sie sie einmal eingerichtet haben.
Kann ich einen Dauerauftrag ändern?
Ja, in der Regel können Sie Betrag, Termin oder Empfänger ändern, solange die Bank es zulässt. Die Änderung nehmen Sie direkt im Online-Banking vor.
Ist ein Dauerauftrag dasselbe wie eine Lastschrift?
Nein. Beim Dauerauftrag geben Sie die Zahlung selbst vor. Bei der Lastschrift zieht der Empfänger das Geld ein.
Kann ich einen Dauerauftrag löschen?
Ja, normalerweise direkt im Online-Banking in der Übersicht Ihrer laufenden Daueraufträge.
FD
Friedhelm Deussner Gründer von Digital ab 60

Friedhelm erklärt digitale Themen verständlich und ohne Fachchinesisch, speziell für Menschen ab 60.

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