Standort am Handy ausschalten: Android und iPhone
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Standort am Handy ausschalten: Android und iPhone

Hier sehen Sie zuerst, wie Sie den Standort bei Android oder auf dem iPhone ausschalten. Danach erfahren Sie, wie Sie einzelnen Apps den Zugriff erlauben und den Standort bei Bedarf wieder einschalten.

Aktualisiert: Juli 2026Etwa 10 Minuten LesezeitVon Friedhelm Deussner
Senior prüft die Standort-Einstellungen am Smartphone
Ältere Hände prüfen Standortdienste auf dem Smartphone

Sie möchten den Standort am Handy ausschalten und finden den richtigen Schalter nicht? Bei Android liegt er meist direkt unter Einstellungen > Standort. Beim iPhone führt der Weg über Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Ortungsdienste.

Vielleicht sitzt man vor einer Reise am Küchentisch und möchte vermeiden, dass mehrere Apps den Standort im Hintergrund verwenden. Dann muss die Funktion nicht zwingend für das ganze Gerät abgeschaltet werden. Häufig reicht es, den Zugriff einzelner Apps auf „Nur während der Nutzung“ oder „Nie“ zu stellen.

Schnell erklärt

Android: Einstellungen öffnen, „Standort“ auswählen und den Schalter ausschalten.
iPhone: Einstellungen öffnen, „Datenschutz & Sicherheit“ wählen, auf „Ortungsdienste“ tippen und den Schalter ausschalten.

Wichtiger Grundsatz

Sie können den Standort für das ganze Handy ausschalten oder nur einzelnen Apps den Zugriff entziehen.

Was bedeutet Standort am Smartphone?

Wenn eine App „Standort“ anfragt, möchte sie wissen, wo sich Ihr Gerät gerade befindet. Das Smartphone ermittelt das nicht durch Raten, sondern über mehrere Quellen gleichzeitig: GPS-Satelliten, das WLAN-Netzwerk in der Nähe und die Mobilfunkmasten, mit denen es verbunden ist. Je nach Umgebung kann daraus ein genauer oder nur ungefährer Standort entstehen.

Diese Berechnung passiert im Hintergrund und ist erst einmal neutral. Wie eine App Standortdaten verarbeitet, hängt von ihren Berechtigungen und Datenschutzregeln ab. Deshalb fragt jedes moderne Smartphone-Betriebssystem beim ersten Start einer App ausdrücklich nach, ob der Standort freigegeben werden darf. Diese Nachfrage ist kein Misstrauen gegenüber der App, sondern ein eingebauter Schutzmechanismus für Sie.

Zum Verständnis

Stellen Sie sich den Standort wie einen kleinen Kompass in der Hosentasche vor. Er weiß, wo Sie gerade stehen, sagt es aber nur denjenigen, denen Sie es ausdrücklich erlauben.

Wofür wird der Standort genutzt?

Im Alltag begegnet Ihnen die Standortfunktion häufiger, als Sie vielleicht denken. Manchmal ganz offensichtlich, manchmal ganz beiläufig im Hintergrund.

Die Wetter-App zeigt automatisch das Wetter für den aktuellen Ort, ohne dass Sie eine Stadt eintippen müssen. Dafür braucht sie den Standort, aber nicht unbedingt ständig im Hintergrund. Bei der Navigation zum Arzt oder zu einem Restaurant ist der Standort dagegen unverzichtbar: Das Smartphone muss wissen, wo die Fahrt beginnt, um überhaupt eine Route berechnen zu können. Beim Fotografieren wiederum kann der Standort im Bild gespeichert werden. Das ist praktisch, wenn Sie später wissen wollen, wo ein Urlaubsfoto entstanden ist, aber nicht jeder möchte, dass diese Information in jedem verschickten Foto steckt.

Karten und Navigation

Zeigt die Route von Ihrem aktuellen Standort zum Ziel, etwa zum Arzt oder zu Bekannten.

Standort meist zwingend nötig

Wetter-Apps

Zeigt automatisch das Wetter für Ihren Ort, ohne manuelle Eingabe.

Reicht meist „nur während Nutzung“

Notfall- und Fahrplan-Apps

Zeigen die nächste Haltestelle oder senden im Notfall Ihren Standort.

Kann lebenswichtig sein

Fotos und soziale Medien

Speichert oder zeigt, wo ein Foto aufgenommen wurde.

Standort hier oft nicht nötig

Standort bei Android ausschalten

Bei Android kann die Bezeichnung je nach Hersteller etwas anders aussehen. Am schnellsten finden Sie die Funktion über die Suche innerhalb der Einstellungen.

1
Einstellungen öffnen

Tippen Sie auf dem Startbildschirm auf das Zahnrad-Symbol für die Einstellungen.

2
Zu „Standort“ wechseln

Suchen Sie den Eintrag „Standort“ oder „Standortdienste“, manchmal auch unter „Sicherheit und Datenschutz“ zu finden. Nutzen Sie bei Bedarf die Suchfunktion oben in den Einstellungen.

3
Schalter betätigen

Oben auf der Seite finden Sie einen Schalter, mit dem Sie den Standort für das gesamte Gerät ein- oder ausschalten können. Ist er ausgeschaltet, kann keine App mehr auf den Standort zugreifen, unabhängig davon, was Sie ihr einzeln erlaubt haben.

4
Bei Bedarf wieder einschalten

Für Navigation, Wetter oder Fahrplan-Apps können Sie denselben Schalter später wieder aktivieren.

Schneller Zugriff

Bei den meisten Android-Geräten lässt sich der Standort auch über das Schnelleinstellungsmenü ein- und ausschalten. Wischen Sie dazu vom oberen Bildschirmrand nach unten und suchen Sie das Symbol mit dem kleinen Standort-Punkt.

Standort beim iPhone ausschalten

Beim iPhone heißt die Funktion „Ortungsdienste“. Der Schalter liegt im Bereich „Datenschutz & Sicherheit“.

1
Einstellungen öffnen

Tippen Sie auf das Symbol mit dem Zahnrad.

2
Datenschutz & Sicherheit auswählen

Scrollen Sie in den Einstellungen nach unten und tippen Sie auf „Datenschutz & Sicherheit“.

3
Standortdienste auswählen

Tippen Sie ganz oben auf „Standortdienste“.

4
Schalter betätigen

Mit dem obersten Schalter schalten Sie die Standortdienste für das gesamte iPhone ein oder aus. Darunter finden Sie eine Liste aller Apps, die Standort verwenden möchten, jeweils mit eigener Einstellung.

Tipp für beide Systeme

Sie müssen den Standort nicht komplett abschalten, um vorsichtig zu sein. Meist reicht es, einzelnen Apps den Zugriff zu verweigern oder auf „nur während Nutzung“ zu stellen.

Standortzugriff einzelner Apps prüfen

Der zentrale Schalter ist die eine Ebene, die App-Berechtigung die andere. Bei beiden Systemen können Sie in derselben Standort-Übersicht sehen, welche Apps überhaupt schon einmal nach dem Standort gefragt haben, und für jede einzelne festlegen, wie viel sie erfahren darf.

Je nach App und Betriebssystem stehen Optionen wie „Immer“, „Beim Verwenden der App“, „Nur dieses Mal“ oder „Nie“ zur Auswahl. Bei „Immer“ kann eine App auch dann auf den Standort zugreifen, wenn Sie sie gerade gar nicht geöffnet haben, etwa im Hintergrund. Bei „Beim Verwenden der App“ erhält die App den Standort nur im Zusammenhang mit ihrer Nutzung. Und „Nie“ blockiert den Zugriff vollständig, unabhängig davon, wie oft die App danach fragt.

Ein Beispiel aus dem Alltag: Eine Navigations-App braucht den Standort meist nur, solange Sie gerade unterwegs sind und die Route verfolgen. Für diese Zeit ist „Nur während der Nutzung“ vollkommen ausreichend. Eine Wetter-App, die Sie morgens früh öffnen und dann wieder schließen, benötigt in aller Regel ebenfalls keinen dauerhaften Hintergrundzugriff.

Bei neueren Android-Versionen und auf dem iPhone können Sie außerdem festlegen, ob eine App den genauen oder nur einen ungefähren Standort erhält. Für eine Wetter-App genügt häufig der ungefähre Standort. Eine Navigations-App benötigt für zuverlässige Routen meist den genauen Standort.

Aufmerksam bleiben

Fragt eine App, die eigentlich gar nichts mit Standort zu tun hat, etwa eine Taschenlampen-App oder ein einfaches Spiel, trotzdem nach dem Standort, ist Vorsicht angebracht. Solche Anfragen können ein Hinweis darauf sein, dass die App Daten sammelt, die sie eigentlich gar nicht braucht.

Welche Einstellung ist sinnvoll?

Eine allgemeingültige Antwort gibt es hier nicht, weil es stark davon abhängt, welche Apps Sie tatsächlich nutzen und wie wichtig Ihnen einzelne Funktionen sind. Grundsätzlich gilt aber: Für die meisten Apps ist „Nur während der Nutzung“ die vernünftigste Wahl. Sie bekommen dann alle praktischen Vorteile, ohne dass im Hintergrund dauerhaft mitgelesen wird, wo Sie sich gerade befinden.

Eine Ausnahme sind Apps, bei denen der Hintergrundzugriff tatsächlich einen Zweck erfüllt, etwa eine Notfall-App, die im Ernstfall automatisch Ihren Standort an Angehörige oder Rettungsdienste weitergeben soll. Hier kann „Immer“ sinnvoll sein, weil der Notfall ja nicht ankündigt, wann er eintritt. Hat eine App keinen erkennbaren Bezug zum Standort, können Sie den Zugriff zunächst verweigern und später bei Bedarf wieder erlauben.

Wer den Standort insgesamt lieber selten nutzt, kann ihn auch ausgeschaltet lassen und nur bei Bedarf kurz aktivieren, etwa vor einer längeren Autofahrt mit Navigation. Das erfordert zwar einen zusätzlichen Handgriff, gibt dafür aber die volle Kontrolle zurück.

Datenschutz und Sicherheit

Standortdaten gehören zu den empfindlicheren Informationen, die ein Smartphone sammeln kann. Sie verraten nicht nur, wo Sie gerade sind, sondern über einen längeren Zeitraum betrachtet auch Muster: wann Sie zu Hause sind, wo Sie einkaufen, wen Sie regelmäßig besuchen. Genau deshalb lohnt es sich, gelegentlich einen Blick in die Liste der Apps mit Standortzugriff zu werfen und zu prüfen, ob diese Liste noch zu dem passt, was Sie tatsächlich nutzen.

Manche Apps zeigen zudem an, wie oft sie in letzter Zeit auf den Standort zugegriffen haben. Diese Übersicht ist hilfreich, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Apps im Hintergrund aktiv sind. Wer dort etwas Unerwartetes entdeckt, etwa eine App, die deutlich häufiger zugreift, als es sinnvoll erscheint, sollte die Berechtigung zurücknehmen oder die App genauer prüfen. Mehr zu grundlegenden Einstellungen rund um Ihre Privatsphäre finden Sie im Beitrag Datenschutz-Einstellungen nutzen.

Ein weiterer Aspekt betrifft Betrug und Manipulation. Standortdaten können für Nutzungsprofile und personalisierte Werbung verwendet werden. Deshalb lohnt sich ein prüfender Blick auf unbekannte Apps und weitreichende Berechtigungen. Ein gesunder Argwohn gegenüber Apps unbekannter Herkunft, die plötzlich weitreichende Berechtigungen verlangen, ist deshalb immer angebracht. Auch beim Umgang mit Links und Nachrichten von unbekannten Absendern lohnt sich Vorsicht, wie im Beitrag Online-Betrug erkennen beschrieben.

Typische Probleme

Navigation findet den Standort nichtStandortdienste prüfen, kurz warten, freies Sichtfeld zum Himmel hilft dem GPS-Empfang
Akku leert sich schnellPrüfen, welche Apps „Immer“ statt „Nur während Nutzung“ eingestellt haben
App fragt ständig erneut nach StandortBerechtigung dauerhaft festlegen statt jedes Mal neu zu bestätigen
Standort auf der Karte ungenauWLAN einschalten, da es die Genauigkeit deutlich verbessert
Unbekannte App verlangt StandortZugriff verweigern, wenn kein sinnvoller Zusammenhang erkennbar ist
Standort lässt sich nicht abschaltenGerät neu starten, danach die Einstellung erneut prüfen
Optional für längere Fahrten

Powerbank für unterwegs

Bei längerer Navigation läuft der Bildschirm oft dauerhaft. Eine Powerbank kann unterwegs helfen, wenn keine Lademöglichkeit vorhanden ist.

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Checkliste für den Standort

  • Ist der Standort ausgeschaltet, wenn Sie ihn derzeit nicht benötigen?
  • Steht bei den meisten Apps „Nur während der Nutzung“ statt „Immer“?
  • Haben nur Apps mit erkennbarem Bezug überhaupt Zugriff auf den Standort?
  • Wurde die Liste der Apps mit Standortzugriff kürzlich überprüft?

Fazit

Den Standort am Handy auszuschalten dauert nur wenige Schritte. Für Karten, Navigation oder Notfallfunktionen können Sie ihn später jederzeit wieder aktivieren. Häufig genügt es, nur den Zugriff einzelner Apps einzuschränken.

  • Standortdienste lassen sich bei Android und iPhone zentral ein- und ausschalten.
  • Für die meisten Apps reicht „Nur während der Nutzung“ vollkommen aus.
  • Ein regelmäßiger Blick auf die App-Berechtigungen lohnt sich.

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  1. Prüfen Sie Ihre Datenschutz-Einstellungen.
  2. Erfahren Sie mehr über Smartphone-Einstellungen allgemein.
  3. Lernen Sie, wie Sie Online-Betrug erkennen können.

Häufig gestellte Fragen

Wie schalte ich den Standort bei Android schnell aus?
Öffnen Sie die Einstellungen, tippen Sie auf „Standort“ und schalten Sie „Standort verwenden“ aus. Je nach Hersteller kann der Menüpunkt etwas anders heißen.
Wie schalte ich die Ortungsdienste beim iPhone aus?
Öffnen Sie „Einstellungen“, danach „Datenschutz & Sicherheit“ und „Ortungsdienste“. Dort können Sie den obersten Schalter ausschalten.
Muss der Standort immer eingeschaltet sein?
Nein. Viele Apps brauchen ihn nur während der Nutzung, nicht dauerhaft im Hintergrund.
Welche Apps brauchen den Standort wirklich?
Vor allem Karten, Navigation, Wetter und manche Notfall- oder Fahrplan-Apps. Bei allen anderen lohnt sich ein kritischer Blick.
Kann ich einer App den Standort verbieten?
Ja, in den App-Berechtigungen der Standort-Einstellungen lässt sich für jede App einzeln festlegen, ob und wann sie zugreifen darf.
Spart es Akku, den Standort auszuschalten?
Manchmal ja, besonders wenn mehrere Apps im Hintergrund regelmäßig darauf zugreifen. Ein Blick auf die Berechtigung „Immer“ lohnt sich dann.
FD
Friedhelm Deussner Gründer von Digital ab 60

Friedhelm erklärt digitale Themen verständlich und ohne Fachchinesisch, speziell für Menschen ab 60.

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